Page 31 - Peter Anton: Skulptur
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Die perfekte Illusion: Hyperrealismus.
The perfect illusion: hyperrealism.
Es sind vor allem die angefangenen Pralinenschachteln, die den Betrachter
in ihren Bann schlagen. Die perfekte Glätte einer Werbeabbildung wird ge-
stört durch einzelne leere Papiere oder sogar angebissene und verschmähte
Stücke. Sie machen die Werke hyperrealistisch und erzählen eine Geschich-
te. Warum wurden die angebissenen Pralinen wieder zurückgelegt? War es
zu bitterer Alkohol? Oder doch der plötzlich aufkommende Gedanke an die
Kalorien? Die „verwendeten“ Werke lassen einen imaginären Konsumenten
entstehen, zu dem man unwillkürlich eine Verbindung aufbaut. Dieser unbe-
kannte Protagonist hat vielleicht ähnliche Gedanken, Gefühle und Gelüste
beim Anblick der Pralinen gehabt.
Peter Anton führt uns Altbekanntes vor Augen, vertraute Formen und Farben.
Dadurch entwickelt der Betrachter eine sofortige Nähe zu den Werken. Indem
der Betrachter nicht verunsichert wird in dem, was er sieht und erkennen zu
glaubt, wird ihm eine Basis gegeben, sich mit den Werken weiter auseinan-
derzusetzen. Er kann sich an der Technik festhalten und das Werk mit dem
Bekannten vergleichen. Und davon ausgehend können sich Fragen und The-
men entwickeln. Peter Anton gibt dem Betrachter Sicherheit und einen nie-
derschwelligen Zugang zu seinen Werken.
It is mainly his open boxes of chocolates that cast a spell over viewers. The
perfect sleekness of an advertising image is disrupted by individual empty
paper cups or even chocolates that have been bitten off and put back into
the box. They make the works hyperrealistic and tell a story. Why were the
bitten off chocolates put back? Was the liquor filling too bitter? Or was it the
sudden thought of calories? The “used” works create an imaginary consumer,
to whom one involuntarily establishes a connection. This unknown protago-
nist may have had similar thoughts, feelings and desires when looking at the
chocolates.
Peter Anton shows us familiar things, shapes and colors. As a result, the vie-
wer has an immediate connection to his works. Because the viewer is not
made insecure by what is depicted and the subject is recognizable, a basis for
a deeper contemplation on Anton’s works is possible. The viewer can initially
think about the artist’s craftsmanship and compare the work with their real-li-
fe inspirations. From there on questions and topics can develop. Peter Anton
offers the viewer assurance and easy access to his works.
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